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25.02.2016 | Pressemitteilungen

VDKD setzt sich für Erleichterung bei Mitnahme von Musikinstrumenten im Flugzeug-Handgepäck ein

  • An den Europäischen Rat gerichtete Online Petition der International Federation of Musicians wird unterstützt
  • VDKD Präsident Funke: „Einheitliche Regelung zur Erleichterung der Instrumentenmitnahme würde Künstler, Agenten und Veranstalter entlasten“

Der Verband der Deutschen Konzertdirektionen e.V. (VDKD) setzt sich für eine Erleichterung der Mitnahme von Musikinstrumenten im Flugzeug-Handgepäck ein. Er unterstützt eine am 23.02.2016 gestartete und an den Europäischen Rat gerichtete Online Petition der International Federation of Musicians (FIM). Gleichzeitig fordert der VDKD in konkreten Fällen im Austausch mit der jeweils betroffenen Fluglinie entsprechende Erleichterungen ein. So hat sich der Verband aktuell in einem Schreiben an die Fluglinie Air Berlin gewandt. VDKD-Präsident Pascal Funke erläutert: “In der Praxis ist die Mitnahme von Instrumenten im Handgepäck, welche die dafür vorgesehene Standardgröße überschreiten, meist kein Problem. Bei den verschiedenen Fluggesellschaften wird dies je nach Flugzeugtyp entsprechend gehandhabt, gerade bei kleineren Instrumenten. Dennoch berichten Kollegen immer wieder von Fällen, in denen Künstler Schwierigkeiten bei der Mitnahme von Musikinstrumenten haben. Die derzeitige Situation führt zu Verunsicherungen und Einschränkungen. Eine einheitliche Regelung zur Erleichterung der Instrumentenmitnahme im Flugzeug-Handgepäck würde Künstler, Agenten und Konzertveranstalter entlasten und für einen ungehinderten kulturellen Austausch sorgen.“

In der Auseinandersetzung mit der Fluglinie Air Berlin kritisiert der VDKD, dass diese dazu übergegangen sei, den Transport insbesondere von Geigen und Bratschen zu erschweren und keine Mitnahme im Handgepäck mehr zu erlauben. Musikern würde mitgeteilt, dass eine Instrumentenmitnahme in der Kabine nur durch Buchung eines weiteren Sitzes möglich sei, wie es bei größeren Instrumenten bekannt und geläufig sei. Hier hofft der Verband wieder die ursprünglichen musikerfreundlichen Transportbedingungen erreichen zu können.

Die Petition des FIM richtet sich an den Europäischen Rat. Sie fordert diesen auf, einem ursprünglichen Parlamentsbeschluss des Europäischen Parlaments vom 5. 2. 2014 zu folgen und damit einer europaweit gültigen Erleichterung der kostenlosen Mitnahme von Musikinstrumenten im Flugzeug-Handgepäck zuzustimmen. Der Europäische Rat möchte diesen Beschluss abändern und die Entscheidung über die Instrumentenmitnahme im Handgepäck weiterhin den einzelnen Fluggesellschaften überlassen. Der Link zur Petition lautet: https://www.change.org/p/council-of-the-european-union-instruments-on-planes-musicians-call-on-the-eu-council-to-follow-the-eu-parliament

Der Verband der Deutschen Konzertdirektionen e.V. wurde 1946 in Hamburg gegründet. Ziel des Verbandes ist die Stärkung der privatwirtschaftlich organisierten deutschen Konzertwirtschaft. Im VDKD sind über 200 Agenturen, Konzertveranstalter und Stiftungen zusammengeschlossen, die im Bereich E- und U-Musik jährlich über 2 Milliarden Euro umsetzen und ein Publikum von rund 42 Millionen Besuchern ansprechen.


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